Stolpersteinverlegung in Neubrandenburg – ein LdE Projekt

Veröffentlicht am 8. Jul. 2024
Rubrik: Neuigkeiten

So viele Fragen

☐ Ist der Bauhof eingewiesen ….?

☐ Sind Angehörige ausfindig gemacht …?

☐ Wurden im Vorfeld alle weiteren Interessierten informiert….?

Das sind nur drei Punkte aus der CHECKLISTE für das Verlegen von Stolpersteinen wie sie der Künstler Günter Demnig empfiehlt. Diese hatten Isabelle, Julia und Leonie von der Regionalen Schule gemeinsam mit ihrer Projektleiterin Bianka Bülow, Koordinatorin für Gedenkarbeit der Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg, zu beachten, als sie planten, 4 Stolpersteine verlegen zu lassen. Mehr zum gesamten Projekt hier.

Die Organisation, alle Fragen, Sorgen und Aufgaben der Vorbereitung waren jedoch am Morgen des 07.06.2024 vergessen. Ab 9.30 Uhr empfingen die 3 Schülerinnen der Klasse 8a der Regionalen Schule „Fritz Reuter“ und Frau Bülow ihre Gäste. Gemeinsam mit ihrer Schulleiterin Frau Bianka Dornig kamen die 10b sowie Kolleginnen und Schüler*innen des Produktiven Lernens, Stadtvertreter und Stadtvertreterinnen, Thomas Hetzel vom Kompetenzzentrum Lernen durch Engagement M-V sowie interessierte Einwohner der Stadt.

Am allerwichtigsten waren jedoch 2 Frauen, die zu diesem Ereignis extra aus Hamburg anreisten. Frau Ulrike Krasemann und ihre Nichte Dina Ramm. Der Grund? Einer der vier zu verlegenden Stolpersteine erinnert an Paula Perle Krasemann, die Großmutter von Ulrike.

Nicht vergessen

„Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist“ so steht es im Talmud. An der Stelle, an der sich der Eingang des damaligen Wohnhauses ihrer Familie befand, stellten Isabelle, Leonie und Julia die Biografie von Paula Perle vor. In einem Brief an ihre Großmutter teilte Frau Ulrike Krasemann sehr berührend ihre Gedanken, Vorstellungen und Wünsche mit allen Anwesenden. Anschließend wurden Blumen niedergelegt und eine Kerze angezündet.

Auch nicht vergessen soll die Familie Brandwein sein. Seit dem 07. Juni 2024 befinden sich nun in der Neutorstraße an der Stelle des Eingangs des damaligen Wohnhauses der Familie drei Stolpersteine für Jacob, Regina und Mia Brandwein. Mia war zum Zeitpunkt ihrer Deportation erst acht Jahre alt. Danach wurden auch hier Blumen niedergelagt und eine Kerze angezündet und so wurde die Stolpersteinverlegung zu einem bewegenden Ereignis, das die Beteiligten sicher nicht vergessen werden. Mehr zum gesamten Projekt hier.

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