Frühlingsfest mit Senior*innen

Veröffentlicht am 5. Jun. 2023

Am 01. Juni ist Kindertag, doch am 31. Mai feierten die Kinder der Klasse 2b der Heinrich – Heine – Schule in Schwerin erst einmal ihr Frühlingsfest mit ihren Senior*innen aus dem Vitanas Senioren Centrum Im Casino. Um diese kümmern sie sich, begleitet von ihrer Klassenleiterin Frau Klescsz, bereits seit Beginn der 1. Klasse. Dabei teilen sie das, was sie im Unterricht lernen, gern mit den älteren Damen und Herren. Schon 2021 hat die Lehrerin begonnen, im Unterricht mit ihrer damaligen 4. Klasse die Lern- und Lehrform Lernen durch Engagement einzusetzen.

Kleine Spiele, Geschichten, Plätzchen und mehr für Adventskalender und Osterkörbchen oder eben das von den Kindern vorbereitete Frühlingsfest – die Ideen gehen ihrer Klasse nicht aus. So bauten Mädchen und Jungen am 31. Mai in Windeseile, die im Unterricht vorbereiteten Stationen

  • Kunst/Werken: Tulpen falten und damit ein Plakat gestalten
  • Sport: Igelballmassage
  • Deutsch Mathe: Aufgaben rechnen, Bildgeschichte legen, Memory
  • Musik: Noten schreiben, formen, Instrumente hören.
  • Sinne testen: Quiz,   
  • Umwelt – Müll trennen

bei bestem Wetter auf dem Schulhof auf und warteten auf ihr Gäste.

Schnell war erklärt, was diese erwartet und schnell fanden die Besucher sich mit Hilfe der begleitenden Pflegekräfte an den Ständen ein. Mit viel Offenheit und Einfühlungsvermögen waren erste Unsicherheiten bei den Kindern schnell verflogen. Wenn es mit dem Hören nicht klappte, wurde einfach gezeigt, was probiert werden sollte und schnell halfen die Kinder, eine Bank wegzurücken oder den Rollstuhl zu schieben. Und die Senior*innen machten es den Kindern durch ihre Mitwirkung, ihre Freude und Begeisterung leicht.

So fanden jung und alt für eine Stunde aktiv zusammen, so herzlich, dass sogar Tränen der Freude flossen. Bei einem abschließenden Spiel mit dem Schwungtuch hatten noch einmal alle gemeinsam viel Spaß. Zum Abschluss wurde den Gästen das Tulpenposter geschenkt und die Kinder nahmen das Boot, dass eine Dame gefaltet hatte mit in ihren Klassenraum.

Dort zurück konnten die Kinder im Austausch erfahren, was an den anderen Stationen wichtig war. Zum Beispiel brachte ein Junge einer Besucherin viel Respekt entgegen, die mit 102 Jahren die Matheaufgaben ohne Zögern rechnen konnte. Ein Mädchen freute sich, dass eine Dame zwar keine Noten schreiben konnte, allerdings trotzdem mitmachte und diese dann mit Knete formte.

Am Ende des Tages hatten alle Schülerinnen und Schüler der 2b wesentlich mehr gelernt als Deutsch oder Mathe. Im Zusammensein mit der älteren Generation sind sie gewachsen, haben Schwierigkeiten gemeistert, Erfahrungen gesammelt und Selbstwirksamkeit erfahren. Dieses Erleben gemeinsam mit dem Lob ihrer Klassenlehrerin „ … mir hat gefallen, dass ihr so spontan wart … Das war der Beweis, dass wenn man euch machen lässt, ihr dass richtig gut macht …“

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